Institut Européen de Recherche, de Développement et d´Action
Fachkraft  Traumapädagogik mit Kindern und Jugendlichen Theorie und Praxis traumasensibler Arbeit Validierung durch die Kommission für Weiterbildung:  Antrag 2018_12_ANB_107 Emotionale Vernachlässigung, Verwahrlosung und soziale Ausgrenzung, Unfälle, Verluste naher Menschen, bedrohliche  Erkrankungen und Fluchterlebnisse sind Ursachen von tiefgreifenden Störungen der Persönlichkeit und können eine  posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) auslösen. Aber auch Zeugen von diesen Ereignissen sind gefährdet. Die plötzlichen  und unerwarteten Ereignisse überfordern die normalen Anpassungsstrategien des Menschen, die uns bei Alltagsstress helfen.  Wenn in diesen Situationen von außergewöhnlichem Umfang oder katastrophalem Ausmaß die Schutzfunktionen  (Bindungssystem, Flucht, Kampf) nicht erfolgreich sind, führt dies zu Gefühlen von extremer Hilflosigkeit und Ängsten. Traumatisierte Kinder und Jugendlichen haben Konzentrations- und Lernstörungen und sind aufgrund von Schlafstörungen oft  übermüdet. Gewisse Schutzfaktoren (z.B. ein starkes familiäres und soziales Unterstützungssystem) schützen vor einer  chronischen PTBS. Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitssystem begegnen traumatisierten Menschen und den typischen  Symptomen, wie Wiedererleben, Vermeidung und Übererregbarkeit, die hohe Anforderungen an die Qualifikation in der Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen stellen. Die Weiterbildung richtet sich an Fach- und Lehrkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen (min. BAC+3). Die Teilnehmenden lernen die Theorie, Instrumente und Methoden der Traumapädagogik für den praxisbezogenen Einsatz in KiTa, Grundschule,  Jugendarbeit etc.. Bedingung für das Zertifikat sind die Teilnahme an allen Modulen und eine Prüfung resp. Ausarbeitung. Die Weiterbildung gliedert sich in 3 Module à 2 Tagen (9.00 - 17:00 Uhr - 42h) Modul I: GRUNDLAGEN der Traumapädagogik  -  Lehrgang am 30. - 31. März (Mo/Di) - Geschichtliche Entwicklungen: Traumatherapie und Traumapädagogik - Einführung in die Traumapädagogik - Traumadefinition (Anhand von Beispielen) - Neurobiologische Grundlagen und die Bedeutung der Bindungsentwicklung - Risikofaktoren, Resilienzfaktoren und Traumafolgestörungen - erste Einführung und Bearbeitung von Fallbeispielen   Modul 2: Traumapädagogische Methoden und Instrumente   -  Lehrgang am 06. - 07. Mai 2020 (Mi/Do) - Techniken zur Beruhigung und Aktivierung - Selbstregulation und Ressourcenarbeit - Notfallkoffer und Distanzierungstechniken - Skills und Psychoedukation - Biografiearbeit, Einsatz der „Weil-Frage“ - Verhalten verstehen: Pädagogik des guten Grundes - Imaginative Verfahren zur Stabilisierung und zum Umgang mit schwierigen Gefühlen - Bearbeitung von Fallbeispielen mit Focus auf stabilisierende, hilfreiche Angebote   Modul 3: VERTIEFUNGSSEMINAR   -  Lehrgang am 15. - 16. Juni 2020 (Mo/Di) -      Traumapädagogische Arbeit: Erweiterung des Methodenrepertoires - Dynamik von Übertragung und Gegenübertragung - Äußere und innere Sicherheit - Sichere Bindungsangebote - Imagination innerer Helfer - Dissoziation und der Umgang damit - Notwendigkeit von Selbstfürsorge - Bearbeitung von Fallbeispielen aus der Praxis unter dem Aspekt der Entwicklung eines           guten Verständnisses für das Kind/den Jugendlichen und seine Entwicklung Ihre Referentin Annegret Fink Dipl-Psychologin & Therapeutin Kinderschutzbeauftragte Koordination: Dr. päd. Klaus Schneider Ort: Centre Arend Fixmer  33, rue de Larochette, Medernach Lehrgangsgebühr:  1385.- Euro inkl. Verpflegungkosten
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